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# Methode: Der Selmo PTF-Prozess

### 1. Einleitung

Der **PTF-Prozess** von Selmo (Prozess – Technologie – Funktion) beschreibt die methodische Vorgehensweise, bevor ein Prozessmodell erstellt und automatisierter Code generiert wird. Er sorgt für **Klarheit, Konsistenz und Nachvollziehbarkeit** und bildet damit die Grundlage des gesamten Selmo-Ansatzes.

***

### 2. Die drei Ebenen

#### 2.1 Prozess (P) – Ablauf und Logik

* Definition des **logischen Ablaufs**
* Beschreibung aller **Zustände und Übergänge**
* Modellierung eines **Ablaufautomaten**

👉 Ergebnis: Ein eindeutiges Prozessverständnis, unabhängig von Technikdetails.

#### 2.2 Technologie (T) – Eingesetzte Komponenten

* Analyse der **verfügbaren Hardware** (Sensoren, Aktoren, Schnittstellen)
* Definition der **Funktionsweise und Eigenschaften**
* Zuordnung der **Mess- und Steuersignale** zum Prozess

👉 Ergebnis: Der Prozess wird mit der realen Technik verknüpft.

#### 2.3 Funktion (F) – Bausteine der Umsetzung

* Identifikation der benötigten **Funktionen** (z. B. Addierer, Zylindersteuerung, Prüfmodul)
* Klare Beschreibung von **Eingängen, Ausgängen, Grenzen und Verhalten**
* Funktionen sind **gekapselt, wiederverwendbar und prüfbar**

👉 Ergebnis: Bausteine, die sauber in den Prozess integriert werden können.

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### 3. Zusammenspiel von P, T und F

* **Prozess** beschreibt das „Wann“ (Ablauf, Zustandswechsel).
* **Technologie** definiert das „Womit“ (Komponenten, Schnittstellen).
* **Funktion** bestimmt das „Wie“ (konkrete Umsetzung).

Diese Trennung sorgt für:\
✅ Klarheit im Entwurf\
✅ Transparenz im Betrieb\
✅ Sicherheit und Effizienz bei Änderungen

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### 4. Praxisbeispiel: Die Klappe

Nehmen wir eine **Klappe**, die sich öffnen und schließen soll:

1. **Prozess-Ebene**:\
   – Logik: „Wenn Teil eingelegt → Klappe schließen; nach Bearbeitung → Klappe öffnen.“\
   – Der Ablauf ist eindeutig im Modell beschrieben.
2. **Technologie-Ebene**:\
   – Klappenzylinder, Endlagensensoren, ggf. Stausensor.\
   – Sensor meldet „0 = frei“.
3. **Funktions-Ebene**:\
   – Funktion „Klappe schließen“: Signal ausgeben → Zylinder fährt → Rückmeldung erwarten.

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#### Die Abweichung in der Realität

Obwohl der Sensor „0“ meldet, kann ein **Rückstau** vorhanden sein → die Klappe blockiert.

* Im **Modell** ist definiert: „Klappe schließen“.
* In der **Realität** passiert es nicht.
* Selmo erkennt: **Abweichung zwischen Soll und Ist**.
* Sofort erscheint im **HMI eine klare Meldung**: *„Zone Klappe – Abweichung“*.

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### 5. Der Effekt des PTF-Prozesses

* Der Prozess ist eindeutig und deterministisch beschrieben.
* Abweichungen in der Realität werden sofort sichtbar.
* Fehler sind **transparent, analysierbar und schnell behebbar**.
* Iterative Änderungen (Hardware, Prozess) können **gezielt ins Modell zurückgeführt** werden – und bleiben konsistent.

👉 Damit verbindet der PTF-Prozess **formale Strenge** mit **praktischer Handhabbarkeit**.

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