> For the complete documentation index, see [llms.txt](https://infosys.selmotech.com/llms.txt). Markdown versions of documentation pages are available by appending `.md` to page URLs; this page is available as [Markdown](https://infosys.selmotech.com/selmo-documentation/7-sicherheit-and-uberwachung/interlock-i.md).

# Interlock (I)

## Interlock (`I`) – zustandsabhängige Überwachung

Der **Interlock (`I`)** ist der Mechanismus zur **zustandsabhängigen Überwachung des Ablaufs**.\
Er schützt die logische Konsistenz einer Sequence und verhindert, dass ein Ablauf in einen **unzulässigen Zustand** gerät.

Der Interlock ist damit **kein generelles Sicherheitskonzept**,\
sondern eine **Ablaufsicherung innerhalb des Modells**.

***

### Zweck des Interlocks

Der Interlock beantwortet die Frage:

> **Darf dieser Zustand unter den aktuellen Bedingungen aktiv sein?**

Er stellt sicher, dass:

* zwingende Voraussetzungen erfüllt sind
* unzulässige Zustandskombinationen nicht auftreten
* der Ablauf logisch konsistent bleibt

Interlocks sind notwendig, weil:

* nicht alle Bedingungen in jedem Zustand relevant sind
* Überwachung gezielt und kontextabhängig erfolgen muss
* Sicherheit und Ablauf nicht vermischt werden sollen

***

### Interlock im System-Layer

Interlocks werden im **System-Layer** über den Operanden **`i`** definiert.

Das bedeutet:

* jede Zone kann in einem Zustand als Interlock markiert sein
* die Bedeutung ist **zustandsabhängig**
* die Bewertung erfolgt kontinuierlich

In der Bit-Control-Kreuztabelle gilt:

* I → Bedingung **muss erfüllt sein**
* Abweichung ist **nicht tolerierbar**

> **Ein Interlock ist eine zwingende Aussage**\
> **über die Gültigkeit eines Zustands.**

***

### Verhalten bei Interlock-Abweichung

Wird eine I-Bedingung verletzt, reagiert das System deterministisch:

* die **Automatikfreigabe wird sofort entzogen**
* die betroffene **Sequence stoppt**
* der aktuelle Zustand bleibt bestehen
* eine **eindeutige Diagnose** wird erzeugt

Es gibt:

* kein Weiterlaufen
* keinen Übergang
* keine zeitliche Toleranz

> **Ein Interlock kennt keinen Graubereich.**

***

### Interlock im Automatikbetrieb

Im Automatikbetrieb bedeutet ein Interlock:

* der Ablauf darf nicht fortgesetzt werden
* der Zustand ist logisch nicht mehr gültig
* das System stoppt sofort

Der Interlock schützt damit:

* die logische Reihenfolge des Ablaufs
* die Konsistenz des Zustandsautomaten
* die Nachvollziehbarkeit des Verhaltens

***

### Interlock im Handbetrieb

Auch im Handbetrieb bleibt der Interlock aktiv.

Das bedeutet:

* Zustände können nicht „erzwungen“ werden
* unzulässige Zustandskombinationen sind ausgeschlossen
* der Bediener arbeitet innerhalb der gleichen Regeln

Wichtig:

> **Interlocks sind kein Automatikkonzept,**\
> **sondern Teil des Modells.**

***

### Abgrenzung zu CMZ

Zur klaren Einordnung:

* **Interlock (I)**
  * wirkt **zustandsabhängig**
  * schützt den **Ablauf**
  * erlaubt unter Umständen manuelle Bewegung
* **CMZ**
  * wirkt **zustandsunabhängig**
  * schützt **Systemintegrität**
  * verhindert jede Bewegung

> **Interlock schützt den Prozess.**\
> **CMZ schützt Mensch, Maschine und Anlage.**

***

### Abgrenzung zu MXIC

Ebenso wichtig:

* **Interlock (I)**
  * wirkt im Ablaufkontext
  * bewertet Zustandsgültigkeit
* **MXIC**
  * wirkt nur im Handbetrieb
  * bewertet manuelle Bedienaktionen

Beide ergänzen sich,\
übernehmen aber **unterschiedliche Rollen**.

***

### Typische Fehler im Umgang mit Interlocks

Häufige Fehler sind:

* Interlocks als Ersatz für CMZ verwenden
* zu viele Interlocks ohne klare Begründung
* Interlocks für permanente Bedingungen einsetzen
* Interlocks als Komfortfunktion missverstehen

Faustregel:

> **Alles, was immer gelten muss, gehört in eine CMZ –**\
> **nicht in einen Interlock.**

***

### Zusammenfassung

Der Interlock (I):

* ist eine zustandsabhängige Überwachung
* schützt die logische Konsistenz des Ablaufs
* wirkt im Automatik- und Handbetrieb
* erzeugt sofortige, eindeutige Reaktionen
* ist integraler Bestandteil des System-Layers

> **Interlocks sorgen dafür,**\
> **dass ein Ablauf nur dort stattfindet,**\
> **wo er logisch erlaubt ist.**


---

# Agent Instructions
This documentation is published with GitBook. GitBook is the documentation platform designed so that both humans and AI agents can read, navigate, and reason over technical content effectively. Learn more at gitbook.com.

## Querying This Documentation
If you need additional information that is not directly available in this page, you can query the documentation dynamically by asking a question.

Perform an HTTP GET request on the current page URL with the `ask` query parameter, and the optional `goal` query parameter:

```
GET https://infosys.selmotech.com/selmo-documentation/7-sicherheit-and-uberwachung/interlock-i.md?ask=<question>&goal=<endgoal>
```

`ask` is the immediate question: it should be specific, self-contained, and written in natural language.
`goal` is optional and describes the broader end goal you are ultimately trying to accomplish on behalf of the user. GitBook uses it to tailor the answer towards what is most useful for that goal.

The response will contain a direct answer to the question and relevant excerpts and sources from the documentation.

Use this mechanism when the answer is not explicitly present in the current page, you need clarification or additional context, or you want to retrieve related documentation sections.
