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# Templates & Vorlagen

### Klare Grenzen für automatisierte Systeme

Dieses Kapitel beschreibt, **wie Selmo den Einsatz von KI und automatisierter Codeerzeugung einordnet**\
und warum formale Modelle die **entscheidende Voraussetzung für verantwortbaren KI-Einsatz** sind.

Es geht nicht darum, KI zu bewerten,\
sondern darum, **ihren Wirkraum klar zu begrenzen**.

***

### Die Ausgangslage

Der Einsatz von KI in der Automatisierung nimmt zu:

* Codegenerierung
* Vorschläge für Abläufe
* Optimierung von Parametern
* Assistenzsysteme im Engineering

Damit entsteht eine zentrale Frage:

> **Wer trägt Verantwortung für das Verhalten der Maschine,**\
> **wenn der Code (teilweise) automatisch erzeugt wird?**

Diese Frage lässt sich nicht auf Code-Ebene beantworten.

***

### Code ist kein Verantwortungsobjekt

Code beschreibt:

* eine Implementierung
* eine technische Umsetzung
* eine konkrete Ausprägung

Code beschreibt **nicht**:

* die Intention
* die Zulässigkeit
* die Verantwortung für Verhalten

Unabhängig davon, ob Code:

* von einem Menschen
* von einem Generator
* oder von einer KI

erstellt wurde, gilt:

> **Verantwortung kann nicht im Code verankert werden.**

***

### Das Modell als verantwortliche Instanz

In Selmo liegt Verantwortung **nicht im Code**,\
sondern im **formalen Verhaltensmodell**.

Das Modell definiert:

* welche Zustände existieren
* welches Verhalten erlaubt ist
* welche Bedingungen zwingend gelten
* welche Reaktion bei Abweichung erfolgt

Damit gilt:

* Code darf das Modell umsetzen
* Code darf das Modell nicht erweitern
* Code darf das Modell nicht verletzen

> **Das Modell begrenzt den Code –**\
> **unabhängig davon, wer ihn erzeugt.**

***

### KI als Werkzeug, nicht als Entscheider

In einem Selmo-basierten System kann KI:

* Code erzeugen
* Vorschläge machen
* Varianten vergleichen
* Optimierungen unterstützen

KI darf jedoch **nicht**:

* entscheiden, welche Zustände erlaubt sind
* Sicherheitsannahmen verändern
* Überwachungslogik umgehen
* Verantwortung übernehmen

> **KI darf umsetzen und optimieren –**\
> **aber nicht definieren, was zulässig ist.**

***

### Determinismus als Schutzmechanismus

Der deterministische Charakter des Selmo-Modells ist entscheidend für den KI-Einsatz:

* gleiche Zustände → gleiches Verhalten
* gleiche Abweichungen → gleiche Reaktionen
* keine impliziten Annahmen

Damit wird verhindert, dass:

* KI implizite Logik einführt
* Verhalten nicht mehr erklärbar ist
* Entscheidungen nicht mehr begründet werden können

> **Determinismus ist die Grenze für Automatisierung.**

***

### Nachvollziehbarkeit und Haftung

Im Schadens- oder Auditfall sind entscheidende Fragen:

* Welches Verhalten war erlaubt?
* Welche Bedingung galt?
* Warum hat das System reagiert?

Mit einem formalen Modell lassen sich diese Fragen beantworten, unabhängig davon, ob der Code manuell oder automatisch erzeugt wurde.

> **Haftung folgt dem Modell –**\
> **nicht dem Ursprung des Codes.**

***

### Abgrenzung

Zur Klarstellung:

* Selmo ist **keine KI**
* Selmo ist **kein Codegenerator**
* Selmo ist **keine Automatisierungs-KI**

Selmo ist:

> **der formale Rahmen,**\
> **in dem KI verantwortbar eingesetzt werden kann.**

***

### Zusammenfassung

Der Einsatz von KI in der Automatisierung ist unvermeidlich –\
aber Verantwortung bleibt menschlich.

Selmo stellt sicher, dass:

* Verhalten explizit definiert ist
* Code (auch KI-generiert) begrenzt bleibt
* Nachvollziehbarkeit jederzeit gegeben ist

> **KI kann Code erzeugen.**\
> **Das Modell trägt die Verantwortung.**


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